Liposomales Vitamin C selbst (selber) herstellen?

Im Internet und vor allem auf YouTube, liest und sieht man, wie man liposomales Vitamin C selbst (selber) herstellen kann. Hier zeigen und erklären wir, dass und warum es unmöglich ist, solch ein Produkt selbst herzustellen.

Die Voraussetzungen um liposomales Vitamin C selbst herzustellen

Liposomales Vitamin C selbst herzustellen ist für den Laien fast unmöglich. Um ein wirklich liposomales Produkt zu produzieren, braucht man ein Nanotechnologie-Verfahren. Was heißt das nun?
Nano steht für Nanometer (nm). Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters = 0,000 001 mm, also 1 Million mal kleiner als ein Millimeter. Der für uns relevante Maßstab umfasst 1-100 nm. Objekte dieser Größen kann man weder mit dem Auge noch mit einem Lichtmikroskop erkennen; man braucht dafür ein Elektronenmikroskop.
Von einem Nanoprodukt kann man also nur sprechen, wenn es eine Hauptfraktion von 1-250 nm vorzuweisen vermag, was gemäß unserer Qualitätsgarantie, wie man sehen kann, auch wirklich zutrifft.

 

liposomales-vitamin-c-selbst-herstellenGrößen-Skala-Vergleich

  • 1 Meter
  • 1 Zentimeter
  • 1 Millimeter
  • 1 Mikrometer (Bakterien bewegen sich meist um die 10-50 µm (Mikrometer) können aber bis zu 700 µm groß sein)
  • 1 Nanometer (Viren bewegen sich um die 50 nm können aber bis zu 400 nm (Nanometer) messen)
  • 1 Pikometer (eine Milliarde Pikometer ergeben 1 Millimeter)

 

Warum muss denn ein liposomales Getränk so kleine Partikel aufweisen ?

Hier kommen wir genau zu dem wichtigsten Punkt: Das liposomale Vitamin C muss, um die beste Bioverfügbarkeit zu erreichen, ca. 100-250 nm groß sein. Diese Größe ist relevant für die Aufnahme durch den Darm, den Übertritt in die Blutbahn und den Weitertransport zu unseren Zellen, wo es benötigt wird.
Hier zwei von zahlreichen wissenschaftlichen Studien abgeleiteten Darstellungen, die unsere Erklärung untermauern (in englischer Sprache)
The size scale of liposomes varies, but a mean size near 100 nm is quite typical.
und aus dem Jahre 2018…
Particles in the size of below 200 nm for targeting tumour tissues.
Sind diese Partikel größer als 250 nm, können sie von den Darmzotten nicht optimal aufgenommen werden und werden durch den Darm wieder ausgeschieden. Die Bioverfügbarkeit ist also nicht mehr gegeben.
Manchem Leser wird hier nun vielleicht klar, was es mit den Begriffen Bioverfügbarkeit und Partikelgröße auf sich hat, und wie wichtig es ist, ein wirkliches Nanoprodukt zu erwerben. Denn nur ein Liposom in der geforderten Kleinheit im erwähnten Nanobereich kann an die Zelle andocken um seinen Inhalt an sie abzugeben. Nur ein Nanoprodukt bietet somit neben der angenehmen Einnahme auch die gesundheitlichen Vorteile der liposomalen Form.

Was braucht es nun, um ein solches Nanoprodukt selber herzustellen?

Kommen wir auf die Internet- bzw. YouTube-Informationen zurück, wo sogenannte Ultraschallreiniger verwendet werden um liposomales Vitamin C selbst herzustellen. Es ist tatsächlich möglich mit Ultraschall Partikel zu verkleinern. Allerdings schafft das kein Ultraschallreiniger, und sei er auch noch so stark. Dafür ist er auch gar nicht gemacht, denn er soll Brillen, Schmuck, Besteck, Werkzuge u.s.w. reinigen und nicht Partikel zerkleinern. Es handelt sich, wie der Name schon sagt, um einen Ultraschallreiniger. liposomales-vitamin-c-selber-herstellen Das Metallgefäss eines solchen Ultraschallreiniger würde sich bei der enormen Energie, die es braucht, um solche Nanopartikel zu erreichen, zerfetzt werden und in seine Bestandteile auflösen!
Zudem arbeiten Ultraschallreiniger mit einer Frequenz von meist 40-50 KHz, was für die Liposomalproduktion unbrauchbar ist. Hierzu werden 20 KHz benötigt.

Es steht jedermann natürlich frei, unsere Angaben und Erklärungen anzuzweifeln. Sicherheit erlangt man nur, wenn man sein selbst hergestelltes ‚liposomales‘ Getränk einer Partikelmessung unterzieht. Das macht z.B. die Firma Microtrac.com in Deutschland wo wir selber auch stetig unsere Produkte kontrollieren lassen. Diese Partikelmessungen mit Lasertechnik erfordern wiederum spezielle und teure Geräte und das dazugehörige Fachwissen, was uns selbst fehlt. Wenn Sie liposomales(?) Vitamin C selbst herstellen und sich selbst nicht belügen wollen und kritisch sind, dann ist obige Adresse genau richtig für Sie.
liposomal-first-step Liposomales Vitamin C selbst herzustellen setzt voraus, dass man die nötigen Maschinen, Laborgeräte und das nötige Fachwissen mitbringt, nebst natürlich dem finanziellen Einsatz, der nicht ganz klein ist, selbst wenn man mit Laborgeräten und kleinen Mengen zu Hause produziert. Man benötigt also spezielle Maschinen und Materialien, die solchen Schwingungen und Kräften standhalten können. Ein spezieller Generator erzeugt diese Frequenzen mit einer Leistung von ca. 2000 Watt, die durch eine sogenannte Sonotrode mit einem Durchmesser von gerade mal 3-4 cm hochkonzentriert an die Flüssigkeit abgegeben wird.
Diese Maschinen sind sehr komplex aufgebaut. Ein Teil dieser enormen Energie wird in Hitze konvertiert, was ein geeignetes Kühlsystem erfordert. Lezithin verträgt keine große Hitze, da es sich um ein Lipid handelt. Ebenfalls benötigt man Pumpen, Ventile und spezielle Druckbehälter um die richtige Konsistenz und Haltbarkeit zu erlangen. Endlos lange Chromstahlleitungen und Druckregler ergänzen die Ausrüstung.
Die Sonotrode ist das Endstück einer solchen Apparatur, und diese erfüllt den Zweck der Zerkleinerung des Mediums. Sie ist es, die die hohe Schwingungsenergie aufnimmt und an das Medium (in unserem Falle das „vor-liposomale“ Gemisch abgibt. Dieser eigentliche Kopf der Ultraschallanlage besteht aus erstklassigem Titan, denn kein anderes Material kann diesen großen gebündelten Energien standhalten. Trotzdem sind diese harten Titan-Sonotroden schon sehr bald richtiggehend durchlöchert und müssen häufig ausgewechselt werden. An der Spitze dieser Sonotrode wirken Kavitations-Geschwindigkeiten von über 1000 km/h!  Dies lässt erahnen, welch enorme Kräfte auf die Flüssigkeit wirken! Es dürfte damit klar sein, dass man echtes liposomales Vitamin C nicht ganz so einfach selbst herstellen kann.

Das Bild rechts zeigt eine neue Sonotrode aus Titan mit glatter Oberfläche.
Neue Sonotrode aus Titan
Sonotrode aus Titan gebraucht
Und hier eine gebrauchte Sonotrode in sichtbar durchlöchertem Zustand.

Der Einsatz der Sonotrode wird begleitet von einem enorm lauten durchdringenden Pfeifen in sehr hoher Frequenz. Mit einer solchen Apparatur zu Hause zu arbeiten, würde wohl Polizei wie auch Feuerwehr auf den Plan rufen… Außerdem kostet eine Sonotrode mit Generator und Wandler an die EUR 9000,–, zu beziehen bei der Firma Hielscher Ultrasonic in Deutschland.

Was nun?

Wir sind hier ganz offen und wollen dem privaten und angehenden interessierten „Liposomal-Hersteller“ reinen Wein einschenken. Darum scheuen wir uns auch nicht, Ihnen die entsprechenden Firmen in unseren Links bekanntzugeben.
Lassen Sie sich bitte nicht von den Videos und Anleitungen im Internet täuschen. Spätestens wenn Sie Ihr nach den Anleitungen im Internt fabriziertes „liposomales Vitamin C“ testen lassen, werden Sie sehen, das sich der ganze finanzielle Aufwand (Mixer, Ultraschallreiniger, Lezithin und Vitamin C) nicht gelohnt hat, selbst wenn Sie diese Utensilien geschenkt bekommen würden. Wirkliches liposomales Vitamin C auf Nanobasis selbst herstellen ist also so nicht möglich.
Was Sie mit diesen Internet-Anleitungen bekommen ist eine einfache, Emulsions-ähnliche Substanz mit Vitamin C, Lezithin und Wasser, aber niemals ein liposomales Produkt, und Sie könnten Ihren Vitamin C-Bedarf ganz einfach auch mit entsprechenden Viatamin C-Tabletten oder Kapseln decken, und erst noch sehr viel billiger, und ohne Ihre Küche zu beschmutzen.

Verschmutzte Küche